Kreuzberg ( Rhön )

Kreuzberg (Rhön) 
Früher Aschberg genannt, Heiliger Berg der Franken 

Der Kreuzberg ist der dritthöchste Berg der bayerischen Rhön; mit 927,8 m ü. NN nach der Wasserkuppe (950,2 m ü. NN; Hessen) und der Dammersfeldkuppe (927,9 m ü. NN; Bayern)

Er ist Standort des Klosters Kreuzberg, der Kreuzbergschanze und des Senders Kreuzberg. An seinem Nordwesthang entspringt der nach Südwesten fließenden Sinn. Unterhalb des Gipfelplateaus befindet sich das 1644 gegründete Franziskaner-Kloster Kreuzberg mit Klosterbrauerei, der einzigen Brauerei, die der Franziskaner - Orden in Deutschland betreibt. Vom Kloster Kreuzberg, an dem an einem sonnigen Tag BE 27 000 gemutet wurden, führt ein Kreuzweg mit Bildkapellen zu den drei steinernen Golgota-Kreuzen. Sie stellen die 12. Station des  dem Kreuzweg in Jerusalem nachempfunden ist, dar. Jährlich finden 70 bis 80 Wallfahrten zum Kreuzberg statt. Mit jährlich 500.000 bis 600.000 Besuchern ist der Kreuzberg eines das höchstgelegene und meistbesuchte Ausflugsziel der Rhön. Auf dem Gipfel des Kreuzberges steht eine Kreuzigungsgruppe (vermutlich eines der am häufigsten fotografierten Motive der Rhön). Von hier aus hat man einen weiten Blick auf das Dammersfeldmassiv, und einige Meter hinter dem Sendemast gilt es, ein sehenswertes Basaltblockmeer zu entdecken.

Der Kreuzberg erhebt sich in der Hohen Rhön im Naturpark Bayerische Rhön im Regierungsbezirk Unterfranken und befindet sich zugleich im Biosphärenreservat Rhön. Er liegt zwischen der Stadt Bischofsheim an der Rhön im Nord-Nordosten und der Gemeinde Sandberg im Südosten im Landkreis Rhön-Grabfeld sowie dem Markt Wildflecken im benachbarten Landkreis Bad Kissingen im Westen. Im Bereich der Kreuzberg-Bergkuppe liegt der Weiler Kreuzberg, ein Ortsteil von Bischofsheim.

Der nördliche Nachbarberg des Kreuzbergs ist der Arnsberg (843 m ü. NN), der Ostausläufer ist der Käulingberg (auch Käuling genannt; 754 m). Der Arnsberg wird nördlich beim Bischofsheimer Ortsteil Oberweißenbrunn etwa in West-Ost-Richtung verlaufend vom Oberlauf der Brend passiert, einem Zufluss der Fränkischen Saale, deren Wasser über Main und Rhein in die Nordsee fließt. In die Brend münden die Bäche, die am Kreuzberg (Vorderer Haselbach) und Käulingberg (Hinterer Haselbach) entspringen und nach Nordosten fließen. An der Südflanke des Käulingbergs entspringen mit Dürrgraben und Dreikahrbach beide Quellbäche des nach Süd-Südosten fließenden Schmalwasserbachs, der über die Premich ebenfalls in die Fränkische Saale mündet. An der West-Südwestflanke des Kreuzbergs entspringt nahe dem Guckaspass (662 m; an der bayerischen Staatsstraße St 2267) mit dem Kellersbach der linksseitige Quellbach der Premich. In der waldlosen Talsenke zwischen Kreuzberg und Arnsberg liegt nahe dem Weihersbrunnen die Quelle der , eines Zuflusses der Fränkischen Saale.

In der Nähe der drei Kreuze des Kreuzwegs steht seit Jahrhunderten das mächtige hölzerne Gipfelkreuz des Kreuzbergs. An einem sonnigen Tag wurden sowohl am Gipelkreuz als auch bei den drei Kreuzen BE 35000 gemutet. Das Gipfelkreuz muss von Zeit zu Zeit erneuert werden, weil es dem Wetter stark ausgesetzt ist. Das jetzige Gipfelkreuz wurde im Jahr 2000 aufgestellt.

Vom Kreuzberg aus besteht Sicht zu den Schwarzen Bergen, zur Dammersfeldkuppe, ins obere Sinntal, zur Wasserkuppe, zur Langen Rhön, zum Thüringer Wald und ins Brendtal. Bei sehr guten Sichtverhältnissen ist im Westen der Taunus mit dem Großen Feldberg zu sehen.
Der frühere Name Aschberg oder Asenberg deutet auf kultische und religiöse Handlungen auf dem Berg zur Keltenzeit hin. Seit der Missionierung der Franken durch St. Kilian und seine Gefährten im Jahre 686 gilt der Kreuzberg als Heiliger Berg der Franken.

Auf dem Kreuzberg steht seit 1951 eine Sendeanlage des Bayerischen Rundfunks. Ihr 208 Meter hoher Mast wurde 1985 errichtet. Ausgestrahlt werden UKW-Rundfunk und verschiedene Fernsehprogramme; zudem wird der Mast von zahlreichen Funknetzbetreibern genutzt.

Am 28. Juni 2008 wanderte Bundespräsident Horst Köhler im Rahmen des Deutschen Wandertags von Oberweißenbrunn zum Kreuzberg. Dort trug er sich anschließend in das Goldene Buch der Stadt Bischofsheim ein.

Der Aufstieg lohnt sich in jedem Fall (nicht nur wegen des Bieres und des traditionellen Käsebrotes). Auf den Kreuzberg führen zahlreiche Wanderwege sowie eine Straße (über Oberwildflecken bzw. über Bischofsheim/Haselbach). 

Besonders empfehlenswert ist aber die sogenannte "Kniebreche", ein steiler Pfad, der von Sandberg aus geradewegs an die klösterlichen Braukessel führt. 

Für Mountainbiker stellt das Kloster ebenfalls ein beliebtes Ziel dar: Ein inoffizieller Biker-Treff am Mittwoch Abend hat sich in den Sommermonaten für Radler aus der näheren und weiteren Umgebung etabliert. Nicht weniger interessant ist der Kreuzberg im Winter: Der Kreuzberglift bringt Ski- und Snowboardfans die steile Piste hoch. Eine tolle Schlittenbahn ergänzt das Angebot.

Unter der Woche ist der Ansturm etwas geringer.

 
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