St. Johannes
Der Bau der kath. Stadtpfarrkirche in Neumarkt/Opf. von 1404 bis 1432 ist urkundlich belegt. Die Baugeschichte dieser Kirche ist nicht näher bekannt. Die Kirche besteht aus einer westlichen und einer östlichen Bauphase, die durch ein Mitteljoch verbunden wurden. Obwohl nicht bekannt ist, von wem die Kirche erbaut und von wem sie ausgestattet wurde, darf man, anhand der Ausführung und Ausstattung, von zwei verschiedenen Baumeistern ausgehen. Der westliche Teil wurde wahrscheinlich auf dem Fundament einer Holzkirche errichtet.
Der in der Kirche aufgestellte romanische Taufstein, um 1200, stammt aus dieser Vorkirche. Funden zu Folge wurde die Holzkirche auf den Fundamenten eines vorchristlichen Kultplatzes errichtet. Die gesamte Kirche ist W/O ausgerichtet, wobei im Mitteljoch ein Knick um einige Grad ersichtlich ist. Woher kommt dieser Knick? Eine von der Umgebung bedingte Biegung ergibt sich nicht.
Es gilt als sicher, dass der westliche auf der Kultstätte errichtete Teil der Richtung der Kultstätte und der hölzernen Vorkirche angepasst ist und u.U. einem heute unbekannten Patron geweiht war. Der östliche Teil wurde 1404 erbaut und dann die gesamte Kirche St. Johannes gewidmet.
Bei Mutungen wurde eine Verwerfung gefunden. Diese Verwerfung tritt durch das nördlich gelegene große Tor in die Kirche. Sie teilt sich in der Mitte der Kirche, unter einer in der Decke befindlichen, achteckigen Lichteintritts-Rosette. Zwei getrennte Verwerfungen verlassen an dieser Stelle die Kirche durch zwei getrennte, kleinere Tore an der südlichen Seite der Kirche.Weiterhin wurde ein „Plutostrahl“ im Westflügel sowie „Benkergitter“ gemutet.
Könnte es sein, dass der Knick in der Mitte der Kirchedieser auf das „Mondgitter“ zurückzuführen ist?





