St. Helena am Reggelberg

Die herausgehobene Lage des aussichtsreichen Hügels am Reggelberg bei Deutschnofen, der ausgedehnte Rundblick über die Landschaft von dem aus das gesamte Umfeld in alle Himmelsrichtungen überblickt werden kann, birgt mit Sicherheit geschichtliche Aspekte bevor die Kirche erbaut und mit Malereien ausgeschmückt wurde.

Die lokale Forschung in Südtirol hat sich in den letzten Jahren einerseits wieder verstärkt mit der Malerei des 14. Jahrhunderts, beschäftigt, andererseits wird bei vielen Objekten die Forschung für die Zeit vor der Christianisierung nicht berücksichtigt. Dabei scheint es mir sehr wichtig, so weit wie möglich, auch festzuhalten was in den vergangenen 10 oder mehr Jahrtausenden alles geschah.

Was war vor der Errichtung des Kirchlein? Ist er bezaubernde Innenraum von St. Helena nichts anderes als eine kostbare Kapelle in der Peripherie? Der gesamte Innenraum des 1303 erstmals urkundlich erwähnten Kirchlein wurde mit Fresken ausgeschmückt die zu den schönsten des 14.Jahrhunderts in Südtirol gehören. Allein dies weist darauf hin, dass es sich hierbei um einen besonderer Platz handelt. Die geistige Mitte dieses faszinierenden Gotteshauses, bildet ein aus hellem Sandstein gebauter schlichter Altar. Geschichtsquellen berichten wenig über den Hügel auf den die Kirche St. Helena errichtet wurde. Volkstümliche Überlieferung kennen zahlreiche Sagen, die sich mit geschichtlichen Abläufen vermischen. Die Vielfalt der Sagen mit Anspielungen auf Riesen und Zwerge, Drachentöter, wilde Männer und vielerlei Arten von Naturgeistern lassen vermuten, dass der Bühel, der heute das Gotteshaus trägt, in der Verehrung vorchristlicher Religionen sicher eine Rolle gespielt hat. Heute noch ersichtliche Wälle, die kreisförmig um den Hügel herum, nach unten den Hang hinab abfallen scheinen diese Vermutung zu bestätigen. Jeder, der den Ort besucht, ist berührt von der Ausstrahlung, Dies wurde sicherlich zu allen Zeiten erspürt. Eine besondere Aura umgibt diesen Ort. Ein Besuch in St. Helena macht vertraut mit dem Ort. In vorgeschichtlicher Zeit (z.B. der 2000 Jahre alte Stollen im Sarntal) wurde Südtirols intensiv Bergbau betrieben. St. Helena soll auf Stufen aus Silbererz errichtet worden sein. In der auf drei schmucklosen Steinpfeilern ruhenden, nach Westen offenen Vorhalle wurden 24.000 BE, im Altarbereich 35.000 BE aber ebenerdig im Turm eine Energie von 68.000 BE gemutet. Der Ort mit der höchsten Energie liegt demnach ebenerdig im Turm.

 
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