Bei Abhilfe bzw. Beseitigung von Belastungen der Wohnraumgifte muss meist die Quelle beseitigt werden

Zur Abhilfe bzw. Beseitigung der Wohnraumgifte ist eine Messung, die die Quelle der Belastung ausfindig macht, unumgänglich. Das Beseitigen der Quelle durch deren Entfernen oder zumindest Versiegeln ist meist die einzige Möglichkeit.

Das Vorhandensein von Wohnraumbelastungen zeigt sich meist durch:
Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen, Augenbrennen, Schnupfen, Husten, Brech- Anfällen, Gewichtsverlust, schlechter Schlaf, asthmatische Anfälle, usw..

Bei Beeinträchtigung des Wohlbefindens muss durch Messungen vor Ort die Ursache ermittelt werden. Nach Bekanntsein der Belastungsquelle kann eine Abhilfe meist nur dadurch geschehen, dass die Belastungsquelle beseitigt wird. Weiterhin kann durch Maßnahmen wie z.B. versiegeln von Holz eine Ausdünstung beseitigt oder auf ein erträgliches Maß reduziert werden.
In vielen Fällen ist das Beseitigen der Quelle jedoch erforderlich.
Ein "Neu-Deutsches" Wort für die Summe dieser Belastungen lautet "Sick Building" Syndrom. Durch die heutige, luftdichte Bauweise (Industriebau) kann es zu einer Anreicherung der Atemluft mit diesen von verschiedenen Materialien herrührenden Ausgasungen kommen. Ein Luftaustausch und somit Abhilfe bzw. Reduzierung der Belastung kann nur durch die Zwangsbelüftung zustande kommen.
Das Sick Building Syndrome ist ein weit verbreitetes und bekanntes Syndrom.

Nach WHO sind ca. 40% aller Gebäude betroffen.

Weiterhin kann durch einfache Mittel eine Abhilfe oder Reduzierung bzw. Verbesserung der Belastung möglich sein. Durch Schadstoff- und Staubfilter, Wasserstaubsauger, Luftbefeuchter etc. kann u.U. dies erreicht werden..

Eine Möglichkeit, diese Belastung zu reduzieren ist die Luftreinigung mit Pflanzen.

Die Ampelpflanze vernichtet die höchsten Benzolwerte (90%)
Sie beseitigt auch Formaldehyd, Kohlenmonoxid, und Nikotin.

Zimmerpflanzen schmücken nicht nur unseren Wohnraum, sie sorgen auch für eine bessere Raumluft, indem sie Kohlendioxid in Sauerstoff umwandeln und Feuchtigkeit abgeben. Leider sind viele Pflanzen zu einem gewissen Teil auch giftig. Dies kann von Vergiftungserscheinungen bis zu Allergien insbesondere Schimmelpilzallergien reichen. Die Vergiftung kann durch das ganze Gewächs oder nur durch Blätter, Früchte, etc. geschehen. Bei der Auswahl ist somit Vorsicht geboten. Beide Aspekte sind zu berücksichtigen. Auch der vorgesehene Standort (ob Schlaf- oder Wohnraum) ist bei der Wahl einer Pflanze mit zu berücksichtigen.

Der positive Effekt ist jedoch meist wesentlich größer als der negative.

Einige Beispiele:

Formaldehyd
abbauend
Banane, Birkenfeige, Bergpalme,Bogenhanf, Baumfreund, Bitterschopf, Chrysantheme, Drachenbaum, Efeu, Efeutute, Einblatt, Gerbera, Graslilie, Purpurtute, Philodendron, Strahlenaralilie
Trichlorethylen
verringernd, Bindung an Blattoberfläche
Bergpalme, Birkenfeige, Bogenhanf Chrysantheme, Drachenbaum, Efeu Efeutute,Einblatt, Gerbera
Benzol
Entzug geringer Mengen. Bindung an die Blattoberfläche.
Bogenhanf, Chrysanteme, Drachenbaum, Efeu, Efeutute, Einblatt Berbera, Graslilie
Kohlenmonoxid Efeu, Flamingoblume Grünlilie, Kalla Usambraveilchen, Wurmfam, Yucca-Palme

Zur Reduzierung bzw. Beseitigung des Sick Bulding Syndrom ist unbedingt Abhilfe zu treffen. Die Quelle der Belastung muss ermittelt und durch geeignete Maßnahmen beseitigt werden.

 
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